EFG MEPPEN - Die Baptisten aus dem Emsland


Die Taufe




Glaube und Taufe gehören zusammen




Erst Glaube - dann Taufe, so lautet die im Neuen Testament überall bezeugte Reihenfolge. Zwei Beispiele:

Jesus sagt in seinem Missionsbefehl: "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden." (Markus 16, 16). In Apostelgeschichte 8, 34-38 bittet der Kämmerer aus Äthiopien den Jünger Philippus, ihn zu taufen. Und dieser antwortet: "Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so kann es geschehen." Erst muss der Glaube geschenkt und angenommen sein. Dann folgt die Taufe. Es ist darum selbstverständlich, dass in den Gemeinden der frühen Christen nur gläubig gewordene Menschen getauft worden sind. Die Taufe ist somit zweierlei zugleich: Gottes Geschenk, das Angebot seiner Liebe, die er in Jesus allen Menschen zugewendet hat, und Antwort des Menschen, das ganz persönliche Bekenntnis des Glaubens.

Als Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde praktizieren wir bewusst diese Form der Glaubenstaufe. Noch ein wichtiger Zusammenhang wird im Neuen Testament beschrieben: Der Zusammenhang zwischen Taufe und Gemeinde. In 1. Korinther 12, 12-13 schreibt Paulus, dass "alle in einem Geist zu einem Leib getauft" worden sind. Dieser Leib ist Ausdruck für die Gemeinde, deren Herr und Haupt Jesus Christus ist und die einzelnen seine Glieder. Weil das Neue Testament die Taufe in Zusammenhang setzt mit der Gemeinde, deshalb wird jeder Täufling als neues Mitglied in die Gemeinde aufgenommen.

Die Gemeinde erbittet und erwartet von ihm Mitleben und Mitarbeit entsprechend seiner Gaben und Fähigkeiten. Dazu empfängt der Getaufte Kraft und Gaben durch Gottes Geist. Taufe, Erfüllung mit dem Heiligen Geist und Mitgliedschaft in der Gemeinde stehen in enger Beziehung zueinander. Durch die Taufe wird sichtbar Gemeinde gesammelt. Und durch den Heiligen Geist wird diese Gemeinde zu ihren Diensten und Aufgaben zugerüstet.